Sonntag, 23. März 2008

Speziell für Onkel Oli

Blogs haben einen Nachteil - die Spannung baut sich von unten nach oben auf. Gibt es nach einem Rückschritt einen Fortschritt, ist der Fortschritt oben zu lesen und der Rückschritt für die geneigte Leserschaft nur noch ein kleiner Sidestep. Wer klickt schon am Ostersonntag auf unseren blog? Deshalb wollte ich den Donnerstag für Dienstag nach Ostern aufheben. Klar wie Kloßbrühe?

Heute abend liegen zwei Mails in meinem Fach. Tante Karin aus Holland weiß noch nicht, wie die Geschichte endet und versteht nur die Bilder - wir korrespondieren in Englisch. Ihr fiel auf, dass es genügend Bilder von Lara gibt, aber keines von mir. Jetzt wünscht sie ein Bild von mir. *grmpf* - ich stehe immer grundsätzlich hinter der Kamera.

Onkel Oli versteht die auf deutsch geschriebene Geschichte und kennt den Ausgang - schließlich hat er mit der Sattelgabe maßgeblich dazu beigetragen. Aber er hat die Bilder noch nicht gesehen. Seine Mail ist die bewährte Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche:
Du warst ja schon wieder fleissig am schreiben..... Jetzt fehlt nur noch das ultimative Reitbild, wo die "Freundin" richtig auf dem Pferd sitzt....
Ein Bild? Ich habe zwar erst nach der Sitzung bemerkt, dass die Kamera auf Unterbelichtung gestellt war (Lord Leopold ist etwas dunkel), aber bei zwei Pferden wurden es pflichtschuldig mehr als ein Bild.

Tante Karin will auch nur ein Bild, aber heute abend gewinnt Onkel Oli. Das Bild von mir wird folgen - das ist nicht der Grund. Ohne Onkel Oli gäbe es diesen blog nicht, denn die Junx und wir wären einen anderen Weg gegangen. Er hat mich in der irrationalsten Entscheidung unterstützt, die ich in meinem Leben getroffen habe. Lara hatte damals berechtigte Bedenken und der Familien-Clan stand geschlossen hinter ihren Argumenten.

Schluss jetzt - alle Beteiligten sind heute glücklich über den Ausgang. Niemand hat falsch gelegen und niemand beharrt auf seiner Meinung. Onkel Oli hat heute gewonnen, weil er es geschafft hat, mir nach all dem noch einen unvergesslichen Moment zu bescheren. Nachts um ca. elf Uhr, bevor er den berühmten kurzen Sattel abstaubt und in meinen Kofferraum hievt, krabbeln wir durch den Schnee in den Stall. Vier verschlafene Pferde hängen den Kopf aus ihrer Box, die Onkel Oli schnell noch mal mistet. Ich darf jedem der Vier ein Leckerli geben. Hoffentlich werden wir einen so magischen Moment eines Tages mit den Junx erleben dürfen.

Es folgen die geforderten Bilder. Stephan ist der Erste, weil ich wegen Paulchens Verfassung am Vortag Veto erhoben hatte. Ich verzichte vorerst auf Kommentare, die Bilder sprechen hoffentlich (in aller Unterbelichtung) für sich selbst.
























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