Dienstag, 22. April 2008

Tierärzte riechen komisch

Gestern vormittag konnte ich (fast) in Ruhe Fandango und Beate bei der Arbeit zusehen. Dungensbumens heißt halbe Kurzkehrt. Da hakelt es beim ersten Mal noch auf der rechten Hand, aber das zweite Mal klappt schon prima. Ähnlich verhält es sich bei den Trabtraversalen und dem Außengalopp. Und das Stehen wird auch täglich besser. Wenn ich es richtig verstehe, wird auch Schulterherein galoppiert, aber ganz sicher bin ich mir nicht.

Dann kommt unser Doppelpack in den Freilauf. Das muss ich demnächst mal filmen, die beiden sind comic-reif. Stephan fetzt durch die Halle, nimmt die auf dem Boden liegende Stange in einem Tempo, als ob er einen Oxer springen müsste. Paulchen bleibt lange vor der Stange stehen und bewegt sich dann akkurat im Zeitlupentempo darüber. Wenn Beate ihn auffordert, sich zu bewegen, lupft er sein Hinterbein in ihre Richtung, trabt eine Länge und bleibt in der nächsten Ecke wieder stehen. Ich fette gerade eine der Trensen ein, da ruft mich Beate. Wo ist Paulchen? Ich sehe nur eine Wolke. Er wälzt sich.

Munter sind sie beide für ihre Verhältnisse - Paulchen ist nun mal von Natur aus faul. Bei beiden schwellen die Fesseln sichtbar ab, aber am Abend kommt ohnehin die Tierärztin zum Impfen von Fandango.

Witzig wie alle Pferde beim ersten Schnuppern vor ihr zurückschrecken. Paulchen steht erstarrt, aber sie lässt sich beim Abtasten Zeit und er schlägt nicht aus. Stephan steckt seinen Kopf in Beates Achsel. Fandango zuckt, als er die Spritze sieht, steht wie eine Statue, als er sie bekommt.

Unsere kleinen sollen jetzt lernen, die Füße abgespritzt zu bekommen. In der Klinik gab es einen Versuch mit Stephan, der beinahe einen Herzinfarkt bekam. Mal sehen, was das noch wird. Ich werde in der Apotheke Tropfen besorgen, die helfen, die Lymphflüssigkeit abzutransportieren.

Keine Kommentare: